Jugendleiter Grundausbildungen

Dieses Jahr sind bei uns einige neue Jugendleiter*innen ins Team gekommen. Zwei von ihnen berichten hier von ihren Erfahrungen auf ihrer Grundausbilung.

Rhea in Berlin:

Anfang Januar durfte ich meine Jugendleiter-Ausbildung machen. Ich hatte mich für den Kurs mit dem Namen „Stadt. Klettern. Natur.“ entschieden, welcher in Berlin am Grunewald stattfand.


Nach der Anreise per Zug und Öffis traf ich auf eine Gruppe von ca. 10 Personen. Mit diesen durfte ich nun die nächste Woche im „Abenteuerzentrum im Grunewald“ verbringen. In den folgenden Tagen lernten wir uns alle sehr gut kennen und wurden zu einer festen Gruppe. Aber natürlich sind wir nicht nur nach Berlin gekommen, um andere Menschen zu treffen, sondern auch um etwas zu lernen.

Unsere Tage bestanden anfangs vor allem aus Theorie. Wir erfuhren viel über die wichtigen Fakten, wie die Eigenschaften, die ein Gruppenleiter haben sollte, die Aufgaben die zu dieser Position dazu gehören und wie man diese gut durchführen kann, Gruppendynamik und das Leiten von Gruppen, Umgang mit Sicherheit und Gefahr, Recht, oder auch den Aufbau der verschiedenen Gremien des (J)DAVs. Aber wir haben uns natürlich aus ganz ausführlich mit den Themen und Fragen beschäftigt, die uns einfach so konkret interessierten und unter den Nägeln brannten. Dabei kamen zum Beispiel die Themen Spiele und Aktionen, Spaß und Autorität, Problemhandling, Inklusion, oder auch sowas wie Sporternährung zur Sprache. Für unsere Betreuer war keine Frage zu blöd und sie haben uns gut durch die Woche geführt.

Natürlich haben wir uns jedoch nicht die ganze Zeit nur theoretisch beschäftigt, sondern haben auch (Outdoor-) Aktionen gemacht. Dazu zählte unter anderem, dass wir als Partneraufgabe ein Gruppenevent organisiert und durchgeführt haben, welches wir am Ende in der Gruppe besprochen haben und somit wertvolles Feedback gesammelt haben. Manchmal haben wir auch den gesamten Tag in der Kletterhalle verbracht und uns sowohl mit Theorie als auch Praxis beschäftigt haben. Das selbst klettern kam natürlich auch nicht zu kurz ;).


Alles in allem war das eine sehr coole Woche, in der wir alle viel mitgenommen haben und auch der Spaß nicht zu kurz kam. Wir als Teilnehmer sind größtenteils immer noch in Kontakt und freuen uns, wenn wir uns auf späteren Fortbildungen mal wieder zu sehen…


Rhea







Jule in den Bergen:

Endlich war es auch für mich so weit. Am Montag reiste ich schwer bepackt, noch bei schönstem Wetter, zur „Jubi“ Jugendbildungsstätte in Bad Hindelang, zu meiner Jugendleitergrundausbildung „Natur. Berg. Erlebnis.“, an.

Nach einem ersten Kennenlernen und einem gemeinsamem Abendessen, welches jeden Abend durch die Auswahl an Vegetarischen und Veganen Gerichte überzeugt hat, vielen wir müde in die Betten. Da die Wetteraussichten für das Ende der Woche eher regnerisch und kalt aussahen, beschlossen wir unsere erste Tour gleich am Dienstag zu machen. Es sollte auf den Hirschberg gehen, von diesem konnten wir eine wunderschöne Aussicht genießen. Dabei lernten wir viel über das Führen einer Gruppe beim Wandern und das Bewegen im Gelände. Ein besonderes Highlight war der Abstieg durch den Hirschbach und die eindrucksvolle Krähenwand.

Da es am Mittwoch schon regnen sollte fuhren wir in die Kletterhalle nach Sonthofen, wo es bei einigen coolen Routen einen intensiven Austausch in der Gruppe gab. Der Donnerstag war von mehr Theorie geprägt, wir hörten Vorträge von Teilnehmenden über Nachhaltigkeit im DAV, Gruppendynamiken, den Aufbau und die Struktur des JDAVs oder Ernährung und Sport. Die Theorieblöcke wurden dabei immer wieder durch kurze oder längere sportliche Aktivierungen unterbrochen. Am Donnerstagabend fanden wir nicht nur heraus, dass die Queen gestorben war, sondern wir beschäftigten uns noch bis lang in den Abend mit der Planung der großen Tour.

Es sollte eine Dreigipfeltour werden, allerdings sorgte auch hier wieder das regnerische Wetter für Bedenken. So ging es für uns mit den Fahrrädern am Freitag morgen auf nach Hinterstein. Von dort aus begeisterte uns gleich am Anfang der Tour der Wasserfall des Zipfelbachs. Wir bewegten uns nun auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich, dabei wurde das Wetter immer regnerischer und stürmischer, zudem zog ein Gewitter heran, weshalb wir uns letztendlich dafür entschieden beim Zielerseck abzusteigen und die Rohenspitze nicht mehr zu erklimmen. Der Tag war vor allem durch die Wetterverhältnisse extrem vielseitig und lehrreich.

Am Abend freuten wir uns überKäsespätzle, was besonders witzig war, denn auf der Wanderung diskutierten wir unter anderem intensiv über die richtige Zubereitung dieser. Der Samstag verlief ruhiger, doch am Abend klarte es noch mal auf und wir konnten ein letztes Mal auf der Terrasse das Panorama, beim Abendessen, genießen. Am Sonntag fanden noch letzte Gespräche und Diskussionen statt und nach Kaffee und Kuchen versuchten alle hektisch ihre Züge zu erreichen.


Die Tage in Bad Hindelang waren auf die unterschiedlichste Art ereignisreich, auf jeden Fall nehme ich eine Menge Motivation für meine Jugendgruppe mit.


Jule








 


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